Die Arktis ist neben dem Südpol die größte Eiswüste der Welt. Das ist auch gut so, denn in dem starren Frost sind gewaltige Wassermengen gespeichert. Doch durch die globale Erwärmung ändert sich das offenbar rasanter als bisher gedacht.
Arktis: Ein Anblick zum Dahinschmelzen
Es ist schon lange bekannt, dass die globale Erwärmung durch die industriellen Aktivitäten der Menschheit immer weiter zunimmt. Die Folgen davon zeigten sich bislang nur selten, häufen sich aber in letzter Zeit. Auch in der Arktis lassen sich immer größere Veränderungen belegen. So konnten Forscher*innen feststellen, dass die Temperaturen am Nordpol über zwanzig Grad Celsius anwuchsen, und damit sogar den Gefrierpunkt überschritten.
Das ist deswegen besonders gefährlich, weil die Arktis ebenso wie ihr Gegenpol auf der anderen Seite der Erde, die Antarktis, Trägerinnen der größten Eismassen auf der Welt sind. Schmelzen diese, weil die örtliche Temperatur den Gefrierpunkt überschreitet, bedeutet das, dass riesige Mengen an Wasser, das zuvor fest gefroren war, in die Weltmeere entlassen wird. Das wiederum lässt den Wasserspiegel immer weiter steigen. Überschwemmungen und Veränderungen der Meeresströmungen sind denkbar.
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Heißes Eis(en)
Konkret wurde die gestiegene Temperatur nördlich von Svalbard in Norwegen am 02. Februar 2025 gemessen, wie der Guardian berichtet. Damit erreichte sie zum ersten Mal in den letzten dreißig Jahren die zentrale Grenze von null Grad Celsius in der Arktis. Mika Rantanen, ein Forscher am finnischen meteorologischen Institut, erklärte, es handele sich um „ein Extremereignis“, wenn auch möglicherweise nicht das schlimmste, das je beobachtet wurde.
Eine Messungsboje in der Gegend maß sogar 0,5 Grad über dem Gefrierpunkt, was noch seltener vorkommt. Das lässt die Forschung vermuten, dass stellenweise sogar noch zehn Grad höhere Temperaturen in der Arktis aufgetreten sind. Die exakte Größe der Anomalie zu bestimmen, ist nicht möglich, aber in jedem Fall lässt sich feststellen, dass die Ausmaße sehr bedenklich sind.
Quellen: The Guardian
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Das Titelbild dieses Artikels wurde von der Redaktion unter Verwendung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.