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Archäologischer Fund: Mysteriöse Struktur löst Verwirrung aus – „Es ist faszinierend“

Wer über die Vergangenheit Bescheid wissen will, sollte sich nicht allein auf Textquellen verlassen. Auch alte Relikte können einige Informationen bereithalten.

Drei Männer arbeiten an einem archäologischen Fund (KI-generiertes Bild).
© futurezone.de via Midjourney

5 ärchäologische Funde, die noch heute Rätsel aufgeben

Einige Überbleibsel der Vergangenheit lassen auch nach tausenden von Jahren noch viele Fragen unbeantwortet.Wir zeigen dir 5 archäologische Funde, die auch heute noch eine Menge Rätsel aufgeben.

Bei einem archäologischen Fund in der Region Split konnten Forscher*innen zufällig eine ganze Ansammlung uralten Strukturen entdecken. In mindestens einem Fall ist der Zweck, dem die Ruine diente, jedoch ein Rätsel.

Archäologischer Fund: Alle Wege führen nach Split

Nicht nur Italien und Griechenland, auch Länder im westlichen Balkan, wie Kroatien, halten oft einen archäologischen Fund bereit. Das liegt an ihrer reichen Vergangenheit. Bei dem Bau einer Pipeline nahe der Stadt Split im westlichen Teil des Küstenstaates stießen die Arbeiter*innen auf einige uralte Ruinen. Sie übergaben die Fundstelle sofort an das zuständige archäologische Institut, das sich der Ausgrabung auch sofort annahm.

Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass es sich bei dem archäologischen Fund um mehrere Objekte und Strukturen handelt. Unter anderem gibt es eine antike Straße, die hier einmal verlief, sowie Wohngebäude und Gräber. In diesen sind auch Menschen bestattet worden, wovon noch Skelette übrig sind. Doch abgesehen davon überraschte die Forscher*innen die Ruine einer Baustruktur, deren Zweck unklar ist. Wie die regionale kroatische Zeitung HRT.hr schreibt, passt die Struktur weder zu einem Wohn- noch einem Gewerbehaus der Zeit.

Der Zeitraum, aus dem der archäologische Fund stammt, ist in etwa das siebte Jahrhundert nach Christus (n. Chr.). Daher vermuten die Forscher*innen, dass hier die Überreste von Menschen liegen, die der Zerstörung der östlich gelegenen Stadt Salona entflohen. Sie wurde in dieser Zeit von den Awaren, einem Reitervolk aus dem heutigen Ungarn und Rumänien, geplündert und zerstört.

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Spurensuche im frühen Mittelalter

Die unbekannte Struktur wurde dabei möglicherweise zur Lagerung der Überreste eines Heiligen, den die Christen zum Teil heute noch verehren, genutzt. Dominus von Split war ein Bischof, der in der heute kroatischen Stadt im frühen vierten Jahrhundert n. Chr. Bischof war. Doch bei der Christenverfolgung wurde er enthauptet und galt seither als Märtyrer. Seine Überreste wurden, so die Legende, gerettet und befinden sich heute in der örtlichen Kathedrale. Der archäologische Fund könnte ein Schritt sein, diese Legende zu belegen, da die entdeckten Ruinen einem Sakralbau zumindest ähneln.

Die Möglichkeit, dass die heute als Reliquien verehrten Überreste von St. Dominus hier einst gelagert wurden, kommentierte einer der beteiligten Forscher, Nebojša Cingeli: „Es ist faszinierend, über diese Legende nachzudenken“. Welche Folgen der archäologische Fund für die Geschichte der Region noch haben könnte, ist kaum abzuschätzen. Die Wissenschaftler*innen wollen jedenfalls die entdeckten Skelette einer eingehenden Analyse unterziehen, um so viel wie möglich herauszufinden.

Quellen: HRT.hr

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Das Titelbild dieses Artikels wurde von der Redaktion unter Verwendung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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