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Ursprung des Weltalls: Einzigartiges Phänomen verblüfft Forscher – „sehr ungewöhnlich“

Wer wissen will, wie die kosmischen Kräfte, die unser Leben bestimmen, funktionieren, sollte sich mit den einzelnen Teilchen befassen. Eines davon ist von besonderem Interesse.

Forscher stehen vor einer Reaktion, die einen Prozess im Weltall simuliert (KI-generiertes Bild).
© futurezone.de via Midjourney

Wie weit ist der Mars von der Erde entfernt?

Der Mars hat Menschen schon immer fasziniert. Und über die Dauer ist uns unser nächster Nachbar immer greifbarer geworden. Doch nur alle zwei Jahre beträgt der Abstand zwischen Erde und Mars rund 56 Millionen Kilometer.

Eines der bisher ungelösten Rätsel in der Geschichte des Weltalls ist die Frage, woher eigentlich eines der wichtigsten Partikel überhaupt stammt. Es handelt sich um das Molekül H3+, oder „Triwasserstoff. „protonierter Wasserstoff“. Einige Forscher*innen konnten überraschende Erkenntnisse darüber gewinnen.

Weltall: Ohne Wasser läuft gar nichts

Die Geburt und Entstehungsgeschichte des Weltalls ist eng verbunden mit einigen Faktoren, die dafür sorgten, dass sich die Konditionen herausbildeten, unter denen schließlich Leben auf der Erde auftreten konnte. Denn dabei spielte H3+ eine zentrale Rolle. Es ist an vielen Stellen nötig, so beispielsweise bei der Entstehung eines Sterns oder sogar organischem Leben. Doch wie das Molekül selbst gebildet wird, war für lange Zeit schon Gegenstand von Diskussionen in der Forschung.

Wissenschaftler*innen der staatlichen Universität Michigan in den USA gelang es nun, sich dieser Frage genauer zu widmen. Dabei fanden sie unter anderem heraus, dass H3+ einen Mechanismus benötigt, bei dem die einzelnen Teile des Moleküls „herumwandern“, wie die Universität angibt. Ein ähnlicher Mechanismus konnte bei doppelt ionisierten Methyl-Halogenen und „Pseudohalogenen“ beobachtet werden. Damit meinen die Forschenden, dass dieser Prozess sich auch auf H3+ übertragen lässt.

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Wasserstoff kämpft mit Einsamkeit

Um dies herauszufinden, ionisierten die Forscher*innen zunächst einige organische Moleküle. Daraufhin führten sie eine doppelte Ionisierung durch, und entdeckten, dass die Moleküle sich nicht wie erwartet einfach auflösten. Stattdessen wurde neutraler Wasserstoff durch die Reaktion abgelöst. Dadurch wanderte das einsame Teilchen herum, bis es sich schließlich zu H3+ umwandelte. „Das war sehr ungewöhnlich“ erklärte einer der beteiligten Forscher, Professor Dantus. Die Relevanz für die Erforschung der Geschichte des Weltalls sei sehr groß.

Denn auf diese Weise lässt sich leichter erklären, wie H3+ überhaupt entsteht. Wasserstoff ist das häufigste Molekül im ganzen Universum, deswegen ist es essentiell, seine Eigenschaften so gut wie möglich zu verstehen. Damit ließe sich, so Professor Dantus, die gesamte chemische Zusammensetzung und Funktion des Weltalls sehr viel besser und leichter ergründen.

Quellen: Michigan State University

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Das Titelbild dieses Artikels wurde von der Redaktion unter Verwendung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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