Bei einem archäologischen Fund in Italien zeigt sich, wie der Wohlstand Roms sich selbst in den Provinzen ausprägte. Besonders ist dabei nicht nur die Entdeckung an sich, sondern auch ihr Ort: Der Palast kam einfach aus einem See.
Archäologischer Fund: Klein-Atlantis in Italien
Normalerweise geschieht ein archäologischer Fund, weil Forscher*innen eine potenzielle Grabungsstelle identifizieren, und dort geplante Grabungsarbeiten durchführen. Manchmal kann aber auch reiner Zufall für eine solche Entdeckung verantwortlich sein. In dem süditalienischen Fusaro-See lag offenbar für Jahrtausende eine uralte römische Villa versteckt, die sich nun an der Oberfläche zeigte. Verantwortlich dafür ist offenbar der niedrige Wasserstand des Sees, wie der Bürgermeister des Ortes auf Facebook angibt.
Konkret geht es bei dem archäologischen Fund um eine klassische Villa, die allerdings wohl derzeit vor allem von Enten bewohnt wird. Gefunden wurde auch kunstvolle Verzierungen und antike Statuen, deren Farben allerdings unter dem Wasser erodierten. Römische Statuen waren, wie heute weniger bekannt ist, nicht farblos, sondern bedeckt mit Mustern und realistischen Bemalungen.
Lesetipp: Archäologischer Fund: Große Mauer ist älter als gedacht
Eine Ferienvilla in Süditalien
Solche Villen dienten, gerade in entlegenen Regionen wie Kalabrien, häufig als Erholungsorte der römischen Elite. Senatoren oder Adlige besaßen meist ein repräsentatives Stadthaus in Rom, das der Ausrichtung von Feierlichkeiten und der Demonstration von Macht und Einfluss diente. Aber auch bei der Errichtung ihrer Landsitze scheuten die oberen Zehntausend keine Mühen, wie viele archäologische Funde belegen.
Der archäologische Fund im Fusaro-See wiederum wird nun wohl nach und nach untersucht und analysiert. Die Forscher*innen versprechen sich zahlreiche neue Erkenntnisse durch die Entdeckung, ebenso wie die Region auf neue Einnahmen durch Tourismus hofft.
Quellen: Facebook/Josi Gerardo Della Ragione
Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.
Das Titelbild dieses Artikels wurde von der Redaktion unter Verwendung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.