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Archäologie: „Außergewöhnlicher Fund“ in Dänemark – Forscher finden Stonehenge-ähnliche Struktur

Stonehenge in England ist wohl einer der sagenumwobensten archäologischen Stätten in Europa. Nun könnte sich ein neuer Fund aus Dänemark dazugesellen.

Stonehenge in England bei Sonnenuntergang.
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5 ärchäologische Funde, die noch heute Rätsel aufgeben

Einige Überbleibsel der Vergangenheit lassen auch nach tausenden von Jahren noch viele Fragen unbeantwortet.Wir zeigen dir 5 archäologische Funde, die auch heute noch eine Menge Rätsel aufgeben.

Ein archäologischer Fund sorgt derzeit in Dänemark für Aufsehen unter Forschenden: In der Region Nordjütland haben Wissenschaftler*innen eine 4000 Jahre alte Struktur entdeckt, die erstaunliche Parallelen zum weltberühmten Stonehenge in England aufweist. Expert*innen sehen darin Hinweise auf eine Verbindung zwischen den prähistorischen Kulturen Dänemarks und Großbritanniens.

Archäologischer Fund lässt Forschende schwärmen

Der Kreis aus mindestens 45 Holzpfosten und mit einem Durchmesser von rund 30 Metern wurde während Bauarbeiten für eine Wohnsiedlung in Aars entdeckt. „Es ist ein außergewöhnlicher Fund“, schwärmt Sidsel Wåhlin, Museumskuratorin im Vesthimmerlands Museum in einer Pressemitteilung über den archäologischen Fund.

„Der Holzkreis gibt uns wertvolle Einblicke in Rituale und soziale Strukturen aus der späten Steinzeit/frühen Bronzezeit. Er ist ein Beweis für Dänemarks reiches archäologisches Erbe und die engen Verbindungen der Himmerländer zu anderen Gebieten und Völkern in Europa.“

Die Anlage, auch „Woodhenge“ genannt, stammt wohl aus der Zeit zwischen 2600 und 1600 v. Chr. und könnte Teil der Glockenbecherkultur gewesen sein. Diese war für ihre markanten Keramiken und ihre Verbreitung in Europa bekannt. Besonders bemerkenswert an dem archäologischen Fund ist dabei die Ausrichtung der Holzanlage, die eine ähnliche Achse wie Stonehenge in England aufweist. Die Archäolog*innen vermuten, dass solche Kreise rituellen Zwecken dienten und mit Sonnenverehrung sowie landwirtschaftlichen Bräuchen in Verbindung standen.

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Forschende stehen erst am Anfang der Untersuchungen

Die Wissenschaftler*innen hoffen, durch weitere Untersuchungen mehr über die Funktion der Anlage zu erfahren. Besonders interessant wären dabei rituelle Ablagerungen wie Feuersteinpfeilspitzen oder Dolche, die mehr Aufschluss über die Bedeutung des archäologischen Fundes geben könnten. Zudem sollen Holzproben analysiert werden, um festzustellen, ob es genetische Verbindungen zwischen den Stätten in Dänemark und Großbritannien gab.

Dieser archäologische Fund bietet wertvolle Einblicke in die rituellen Praktiken und sozialen Strukturen früherer Kulturen. Andreas Bo Nielsen, Leiter der Ausgrabungen, betont: „Die Ausgrabung ist ein sorgfältiger Prozess und wir sind begeistert von dem Fund. Wir freuen uns darauf, mit der eigentlichen Ausgrabung der Stätte zu beginnen. Der Holzkreis ist ein Fenster in die Vergangenheit und gibt uns Einblick in die zeremoniellen und rituellen Aktivitäten unserer Vorfahren.“ In den kommenden Monaten soll die Forschung weitergehen, um das rätselhafte Bauwerk und seine Geschichte besser zu verstehen.

Quelle: Vesthimmerland Museum

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