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„Mini-Atombombe“: China arbeitet an ungewöhnlicher Drohnen-Waffe

Zahlreiche Länder entwickeln ständig neue Fähigkeiten, um sich in kommenden Konflikten besser durchzusetzen. Da ist auch China keine Ausnahme.

Roboterhund mit Bombe, wie von China in der Entwicklung (KI-generiertes Bild)
© futurezone.de via Midjourney

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Damit ihr China nicht zuvorkommt, will die US-Regierung schnell wieder zum Mond. Eine „neue Mentalität“ sei nötig, um den „Wettlauf“ zu gewinnen.

Einige Forscher*innen in China wollen die Möglichkeit gefunden haben, wie sie die Kriegführung in Städten revolutionieren könnten. Die Waffe, an der sie arbeiten, besteht aus einem Roboter und einer Bombe. Das Konzept ist nicht neu, aber die Ausführung selbst ist äußerst ungewöhnlich.

China: Neue Waffe geht auf vier Beinen

Bereits vor einigen Jahren stellte die Volksrepublik China eine ganz eigene Interpretation der frei operierenden Drohne vor, nämlich einen Drohnen-Roboter. Dieser hat durch seine vier Beine und den flachen Körper Ähnlichkeit mit einem Hund, und wird auf Englisch als „Q-UGV“ bezeichnet. Das steht für „Quadrupedal unmannned ground vehicle“, zu deutsch etwa „vierfach-angetriebenes unbemanntes Bodenfahrzeug“. Dieses wollen Forscher*innen nun mit einer Aerosolbombe verbinden.

So könnte der modifizierte Roboterhund sich in einer umkämpften Stadt besser bewegen als Menschen oder aber als fliegende Drohnen, da diese ständig mit Gebäuden und anderen Hindernissen konfrontiert sind. Einmal auf ein Ziel angesetzt, würde der Roboter nicht Halt machen, bis er an Ort und Stelle wäre. Dort soll dann die Aerosolbombe detonieren. Ob die Idee auf die Zustimmung der Streitkräfte Chinas trifft und in deren Einheiten integriert wird, ist noch unklar, wie die South China Morning Post berichtet.

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Das bringt ein explodierender Hund

Die Idee, ein unbemanntes Fahrzeug mit einer Bombe zu kombinieren, ist an sich nichts neues. Vor allem im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine oder im syrischen Bürgerkrieg wurden Drohnen mit Granaten eingesetzt. Diese fliegen ein Ziel an und detonieren beim Aufprall. Daher kommt auch der etwas zynische Name „Kamikaze-Drohnen“. Die Variante aus China wäre dabei etwas anders.

Denn die Sprengwirkung einer Aerosolbombe ist vollkommen eigen. Diese werden in der Forschung auch als „Mini-Atombomben“ bezeichnet, nur abzüglich der Strahlung. Sie arbeiten mit einer bestimmten Substanz, die eine extrem komprimierte Druckluftwirkung erzeugt. Dabei läuft die Zündung zweistufig ab: Zuerst detoniert die Substanz, sodass eine Wolke davon in der Umgebung entsteht. Die zweite Explosion entzündet dann diese Wolke. China könnte diese Waffen leicht nutzen, um damit im urbanen Krieg ganze Gebäude wegzusprengen, ohne eigene Soldat*innen zu gefährden.

Quellen: South China Morning Post

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Das Titelbild dieses Artikels wurde von der Redaktion unter Verwendung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

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