Veröffentlicht inScience

Archäologischer Fund: Uralte Festung zeigt Spuren eines grausamen Krieges – „es ist unglaublich“

Immer wieder können Forscher*innen Relikte vergangener Zeiten im Boden entdecken. Dazu gehören auch die Ruinen von Festungen vergangener Kriege.

Männer beobachten einen archäologischen Fund (KI-generiertes Bild)
© futurezone.de via Midjourney

7 bizarre Ausgabungen in Ägypten, die heute noch Fragen aufwerfen

Die antike ägyptische Kultur steckt auch heute noch voller Rätsel. Wir zeigen dir 7 bizarre Ausgabungen in Ägypten, die auch heute noch Fragen aufwerfen.

Ein archäologischer Fund in England beeindruckt die dortigen Forscher*innen. Offenbar handelt es sich um die Hinterlassenschaften des grausamsten Krieges, der je auf den britischen Inseln tobte. Dabei sind solche Entdeckungen mittlerweile sehr rar.

Archäologischer Fund: Stöcke mit Geschichte

Hierzulande wird das 17. Jahrhundert nach Christus eher selten ausführlich unterrichtet. Deutsche wissen meist vom 30-jährigen Krieg, aber viel mehr ist nicht dabei. Für England hingegen war dies eine der wichtigsten Epochen seiner Geschichte, da damals die Weichen für die heutige Zeit gestellt wurden. Entsprechende Mühe steckten Forscher*innen in archäologische Funde, um die damaligen Begebenheiten besser beleuchten zu können. Ein aktuelles Exemplar zeigt jedoch, dass es immer noch viele Möglichkeiten gibt, über diese Zeit zu lernen.

So gelang es den Mitarbeiter*innen eines Forschungsprojektes, mehrere hölzerne Pfähle zu bergen, die aus der Zeit des englischen Bürgerkriegs (1642 bis 1649) stammen. Der archäologische Fund diente dazu, einen hölzernen Verhau zu errichten, der eine Stellung oder Stadt vor Angreifer*innen schützen sollte. In diesem Fall dienten die Pflöcke der Verteidigung der Kleinstadt Sheffield, wie Wessex Archaeology berichtet.

Auch interessant: Archäologischer Fund zeigt Spuren von Folter

Hier begann das England, das wir heute kennen

Genauer waren die Pfähle offenbar dazu da, das Tor der Festung zusätzlich zu verstärken. Die Idee dabei war, dass Pferde, die ihre Reiter*innen schnell zum Tor bringen sollten, von den angespitzten, schrägen Stöcken aufgespießt werden sollten. Zwar handelte es sich bei dem archäologischen Fund um eine der am häufigsten genutzten Verteidigungsmaßnahmen. Doch Holz wird schnell wieder in seine Einzelteile zersetzt, weswegen andere Beispiele der Pfähle bis heute nicht überlebt haben.

In die Zeit, aus der der archäologische Fund stammt, fällt auch die entscheidende Phase des englischen Bürgerkrieges. Dieser wurde über die Frage ausgefochten, wer in dem Land künftig die Macht haben sollte: „Cavaliers“, also die Adligen, oder „Roundheads“, also das Parlament. Letztlich siegten die „Roundheads“, aber erst nach einer Reihe von extrem blutigen Auseinandersetzungen. Erst dadurch wurde die Stellung des englischen Parlaments begründet, wie es heute noch existiert.

Quellen: Wessex Archaeology

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine. Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Das Titelbild dieses Artikels wurde von der Redaktion unter Verwendung Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.